Freitag, 29. Dezember 2017

Rezension zu ,,Die Physik der Zukunft" von Michio Kaku

Das Sachbuch ist am 21.09.2012 mit 608 Seiten im Rowohlt Verlag erschienen.

Inhalt:

Wie die klügsten Köpfe der Welt unsere Zukunft sehen

Wie werden wir leben - in 20, 60, 100 Jahren? Star-Physiker Michio Kaku hat weltweit 300 Forscher von Rang danach gefragt, wie es weitergeht: mit der physikalisch-technischen Entwicklung, aber auch mit unserer Zivilisation. Er entwirft in diesem Buch das farbige Bild einer vielversprechenden Zukunft, die in den Labors von Wissenschaft und Industrie heute schon begonnen hat. (Klappentext)

Cover:

Das äußere Erscheinungsbild des Buches ist passend zum Buchinhalt und stellt wohl eine Stadt auf einem elektrischen Bauteil dar.

Meine Meinung:

Vor langer Zeit hatte ich mal wieder Lust auf ein richtig gutes Sachbuch. Den Autor Michio Kaku kannte ich bislang nicht, ich entdeckte das Buch nur irgendwann mal im Internet, bestellte es mir und hoffte, dass es vom Niveau her höher ist, als die vielen Zukunfts-Dokus von N24.

"Niemand hat wirklich den Mut, es auszusprechen, aber wenn wir durch das Wissen, wie man Gene zum Genom hinzufügt, bessere Menschen machen könnte, warum sollten wir es nicht tun?" James Watson, Nobelpreisträger

Michio Kaku hat einen wirklich angenehm zu lesenden Schreibstil, was mich ziemlich erstaunte. Es kann auch daran liegen, dass mich das Thema total interessierte, aber das Buch lies sich echt schnell lesen.
Er teilt sein Buch in 9 Abschnitte auf, 8 verschiedene Themenfelder, bei denen er versucht mittels Studien oder Meinung von anderen Wissenschaftlern ein realistisches Zukunftsbild abzugeben, das gelingt ihm recht gut. Der 9. Abschnitt ist eher wie ein normales Buch gestaltet und lässt uns einen Tag in der Zukunft erleben.

,,Während sie ihr Gesicht waschen, werden Hunderte verborgener DNA- und Proteinsensoren im Spiegeln, in der Toilette und im Abfluss aktiv, analysieren die Moleküle, die sie mit ihrem Atem und ihren Körperflüssigkeiten ausscheiden, und suchen auf molekularen Niveau nach den kleinsten Hinweisen auf eine Krankheit." S. 529

Dabei sind die Themen zugleich brisant und lehrreich. Wie werden wir damit umgehen, wenn uns Silizium in der Halbleiterindustrie nicht mehr ausreicht, wie wird der ideale Mensch in 100 Jahren mittels Gentechnik ,,erstellt" oder wann werden wir fremde Planeten besiedeln oder gar andere intelligente Lebewesen entdecken?
Zugleich fand ich interessant, wie viele Science-Fiction Autoren doch ähnliche Zukunftsvisionen haben wie die Wissenschaftler.


Fazit:
Für mich ein wahnsinnig interessantes Buch. Ich hätte nicht gedacht, dass es mich so fesseln würde, aber ich komme vom Staunen und Träumen nicht mehr weg. So viel dazu gelernt, ich bin gespannt, was sich in den nächsten Jahren bewahrheiten wird.
Eines der besten Sachbücher, die ich je gelesen habe.

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