Sonntag, 10. Dezember 2017

Rezension zu ,,Flugangst 7A" von Sebastian Fitzek

Der Psychothriller Flugangst 7A Von Sebastian Fitzek ist mit 400 Seiten am 25.10.2017 im Droemer Knaur Verlag erschienen

Inhalt:

Es gibt eine tödliche Waffe, die durch jede Kontrolle kommt.
Jeder kann sie ungehindert an Bord eines Flugzeugs bringen.

Ein Nachtflug Buenos Aires-Berlin.
Ein labiler Passagier, der unter Gewaltphantasien leidet.
Und ein Psychiater, der diesen Patienten manipulieren soll, um an Bord eine Katastrophe herbeizuführen.
Sonst verliert er etwas sehr viel Wichtigeres als sein Leben ...

Cover:

Kurz und Knapp: Ein schönes, zum Buch passendes Cover.

Charaktere:

Hauptperson ist der Psychiater Mats, der seit einer Weile in Südamerika lebt und trotz seiner starken Flugangst den Flieger nach Deutschland betritt um die Geburt seines Enkelkindes mitzukriegen.
Seine hochschwangere Tochter Nele erwartet ihren Vater mit gemischten Gefühlen, denn er hat sie schon lange nicht mehr besucht.
Doch es kommt vorerst nicht zu einem normalen Treffen zwischen Vater und Tochter, da Mats im Flieger erfährt, dass sie entführt ist. Und, dass seine damalige Patientin an Board ist, seelisch labil, bereit möglicherweise einen Flieger zum Absturz zu bringen.

Meine Meinung:

Ein neuer Fitzek, endlich! Voller Vorfreude habe ich dieses Buch erwartet, denn die Idee bzw. der Klappentext klang wahnsinnig interessant und habe seitdem ein wenig gerätselt, was es denn für eine tödliche Waffe gibt, die jeder an Board  bringen kann..

"Selbst wenn es einen Zwischenfall geben sollte, haben sie bei einem Absturz eine Überlebenschance von 95 %. Mit einem Flugzeug zu fliegen ist in etwa so gefährlich, wie mit einem Aufzug zu fahren." S.34

Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig, man sitzt quasi mit im Flieger und erlebt Mats hautnah beim Versuch, seine Tochter zu retten. Auch die gewohnten Cliffhanger am Ende von vielen Kapiteln fehlen nicht. Fitzek schafft es einfach immer wieder, einen noch 10 Minuten lesen zu lassen, obwohl es schon spät ist.

Sehr spannend fand ich, dass Fitzek hier mal ein ganz neues Thema einbringt. So hat sein ,,Psychopath" in der Handlung eine wirklich krude Phantasie und kritisiert (fast zu Recht) unsere Milchproduktion.. Fitzek gelingt es auf kranke Weise dieses Thema zu integrieren, teilweise wie ich fand mit mahnenden Worten.

"Ich frage Sie, Nele. Haben sie sich jemals darüber Gedanken gemacht, dass Milch das einzige Produkt ist, das nicht artgerecht produziert werden kann?" S.213

Dennoch konnte mich das Buch nicht vollends überzeugen. An manchen Stellen kam mir das Verhalten der Charakter zu gestellt rüber, auch fand ich die Auflösung zwar gelungen, aber doch nicht überragend.

"Ich möchte, dass Sie diese Therapie rückgängig machen. Reaktivieren Sie die Gewaltfantasien Ihres Patienten. Lösen Sie erneut Mordgedanken in ihm aus. Und bewegen Sie ihn dazu, das Flugzeug zum Absturz zu bringen." S. 61

Fazit:
Wieder ein spannender Thriller von Fitzek, der mich aber nicht völlig vom Hocker hauen konnte. Aber spannendes Thema und gute Umsetzung.

☆ ☆ ☆ ☆ 

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