Mittwoch, 8. Juni 2016

Rezension zu ,,In den finsteren Wäldern" von Richard Laymon

 Das Buch ist mit 256 Seiten am 12. 10. 2011 im Festa Verlag erschienen.


Inhalt:

Wie böse Deine Fantasie auch sein mag – die von Richard Laymon ist schlimmer! Neala und ihre Freundin Sherri nutzen ihre Ferien, um durch die Berge Kaliforniens zu wandern. Sie ahnen nicht, dass man in dem Städtchen Barlow schon auf sie lauert.Die Bewohner verschleppen die Frauen in den Wald und fesseln sie an Bäume – dann laufen sie davon und lassen die beiden zurück.Die Gefangenen können nur warten. Auf die Dunkelheit … den       Wahnsinn … die Schmerzen … die hungrigen Krulls. (Klappentext)

Cover:

Das Cover finde ich sehr gruselig und gelungen, es vermittelt schon eine gruselige Grundatmosphäre.

Meine Meinung:

Laymon ist ja immer bekannt für seinen Schreibstil. Plumpe Gewalt, Schwarzer Humor, Sex und böse Phantasien dominieren seine Bücher.
So auch in diesem Buch, doch hat er sich diesmal einem klassischen Genre des Horrors bedient, dem Backwood-Horror, bei dem normale Menschen aus einer normalen Zivilisation sozusagen eine Hölle betreten, in der es keine Regeln oder Gesetze gibt. Einzig und allein das Recht des Stärkeren gewinnt.
Ich finde Backwood-Horror ja immer klasse, da normale, alltägliche Menschen in ihnen sich verändern und teilweise buchstäblich zu Monstern werden, um das Überleben zu sichern.

,,Gesetze, Regeln. Sie sind uns verhasst, so wie sie unserem Gründervater verhasst waren. Er flüchtete in diese Region der Wälder, um den Gesetzen der Zivilisation zu entkommen. Das war vor langer Zeit - 100 Jahre vor der Geburt deines Lande. Wilde bevölkerten diese Wälder, er aber war wilder als sie. Er metzelte sie hin und aß ihr Fleisch als Zeichen seiner Macht. Allein die Frauen verschonte er. In sein Bett holter er sie uns sie schenkten ihm Abkömmlinge." S.184

Gleich auf den ersten Seiten wird es spannend. Neala und Sherri brechen zum Wandern auf, begeben sich aber auf der Strecke noch in eine Raststelle, wo sie auf leckeres Essen hoffen. Doch als sie heraus wollen stellen sie fest, dass die Tür schon abgeschlossen ist, gefangen und umgeben von Menschen, die alle eingeweiht sind. Sie sollen als Beute für die hungrigen Krulls dienen und werden tief in die finsteren Wäldern gebracht...
Was für eine wahnsinnige Idee, die Laymon sich da ausgedacht hat. Leider bleibt vieles recht oberflächlich und die Geschichte eher primitiv als mit viel Tiefgang.


 ,,Kinder, Nachkommen, Junge. Sie wuchsen heran und wurden so wild wie ihr Vater. Sie töteten ihre Feinde und aßen nach seinem Vorbild." S.184

Fazit:
Auch mit diesem Buch hat Laymon mich wieder gekriegt. Ein spannendes, gruseliges Szenario, das knapp an den 5 Sternen vorbeischrammt.
Für mich bis jetzt der beste Laymon, wenn auch nicht das beste Buch an sich.


☆☆☆☆

1 Kommentar:

  1. Hallo,

    von Laymon habe ich bisher "Der Gast" gelesen und das Buch war so schnarchig langweilig, dass ich dem Autor nur noch eine Chance geben werde. Wenn das Buch dann auch nicht überzeugt, ist er für mich Geschichte. ;-)

    LG Steffi

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