Donnerstag, 23. Juni 2016

Rezension zu ,,Larry" von Adam Millard


Dieser Kurzroman ist mit 168 Seiten am 23. März 2016 im Voodoo Press Verlag erschienen.

Inhalt:

In den Jahren zwischen 1975 und 1978 terrorisierte Larry »Schweinegesicht« Travers das Camp Diamond Creek, wo er mehr als 100 notgeile, zugekiffte Teenager mit seiner Axt (die Machete hatte sich bereits ein Typ aus New Jersey gekrallt) zerstückelte und sich einen gewissen Ruf erarbeitete. Das Leben konnte für einen Psycho-Schlächter wie ihn nicht besser laufen. 1978 wurde er dann allerdings vom letzten weiblichen Opfer seiner jährlichen Tour reingelegt, gefangen genommen … und ein wenig in Brand gesetzt. Man hielt ihn für tot, Larry Travers verschwand, doch seine Legende lebte weiter. 2014: Larry lebt in den Wäldern bei seiner herrischen und etwas altmodischen Mutter. Er hat nun ein Alter erreicht, in dem er in Ruhe Bingo spielen oder Puzzles lösen könnte, ohne sich dafür schämen zu müssen. Doch der Drang zu töten kehrt zurück, und Larry glaubt, er hätte noch immer das Zeug zu einem gemeingefährlichen Psychopathen. Schweinegesicht ist zurück. Nur um einiges älter … (Klappentext)

Cover:

Das Cover finde ich gelungen und zeigt definitiv den Horror-Aspekt. Für mich könnte es ein wenig ,,lächerlicher" sein, damit auch der Aspekt der Komödie auf dem ersten Blick besser zur Geltung kommt.

Charaktere:

Hauptperson ist natürlich der psychopathische Killer Larry ,,Schweinegesicht" Travers, der mit seiner steinalten Mutter und einem Schwein in einer Hütte im Wald lebt.
In seiner Vergangenheit hat er ,,Berühmtheit" durch mehrere blutige Abschlachtungen erlangt und auch jetzt in seinem hohen Alter spürt er den Drang zum töten wieder. So macht er sich auf mit seiner Schweinemaske, (die öfters mit ihm einen Dialog in Gedanken führt), zum Camp Diamond Creek, zu mehreren Jugendlichen, die dort Urlaub machen ...

...Die Jugendlichen entsprechen mehreren Klischees, einmal ein völliger Geek, eine Verrückte und mehrere, kiffende und trinkende Jugendliche sind hier vorzufinden. Aber natürlich sehr passend zum Genre.

Meine Meinung:

Ehrlich gesagt war ich am Anfang verwirrt. Der Klappentext erschien so ganz normal Horrormäßig, nur das Zitat gab einen Hinweis auf den Humor in der Geschichte. Eine Horrokomödie also, eine verrückte Mischung, die mir bis dato erst durch Filme geläufig war. Mischungen wie Fantasy-Humor à la Robert Asprin gefielen mir schon sehr gut, sodass ich mich auch hier auf das Buch freute.

Wer auf die Seitenzahl guckt, wird entdecken, dass das Buch nur ein Büchlein ist. Dadurch ist der Tiefgang natürlich nicht so stark. Personen werden nur soweit beschrieben, als das es für die Geschichte notwendig ist. Auf Tapetenfarbe oder ähnliches wird also nicht genauer drauf eingegangen, was ich in den meisten Fällen gut, in manchen Fällen bezüglich der Personenbeschreibung weniger gut fand. Sehr tiefsinnig ist die Geschichte also nicht, was aber nicht weiter störte.

,,Ich werde niemals das erste Mal vergessen, als ich das Gesicht eines Teenagers zerhackt habe. Das war 1977. Es war ein hässlicher Scheißkerl, also habe ich ihm einen Gefallen getan, aber klar, die Polizei sah das anders ..." S. 100

Am Anfang habe ich mir gedacht, dass der Horror wohl überwiegt, da die Handlung auch nicht übertrieben lustig anfing. Schnell wurde ich aber eines Besseren belehrt und habe mich auf diesen zynischen, ironischen und oft pubertären Humor eingelassen. Hier kann ich mir auch vorstellen, dass ältere Menschen diesen weniger, Jugendliche dafür mehr mögen könnten. (Nur Mutmaßungen) Ein Geschenk für die 90-Jährige Oma ist das also nicht. (Was für eine Ironie dies auch wäre...)

Fazit:
Alles in Allem ein sehr gutes, witziges Horrorbuch, was mich oftmals zum Schmunzeln gebracht hat, dafür mit weniger Tiefgang.
Adam Millard zeigt, dass sich Horror und Humor sehr gut verbinden lassen. Für mich eine großartige Kombination, eine neue Erfahrung und letztendlich habe ich nur noch eins zu sagen - mehr davon!

☆☆☆☆



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